Handarbeit

Im Verlauf des 13. Jahrhunderts kam es zu bedeutenden Umwälzungen in der mittelalterlichen Gesellschaft: Die Städte erlangten zunehmende Macht als Wirtschafts- und Handelszentren, zahlreiche Berufszweige entwickelten sich und lösten vielerorts die häusliche Produktion von Gebrauchsgütern ab.
Dies gilt in besonderem Maße für die Textilindustrie, also die Verarbeitung pflanzlicher und tierischer Rohfasern zu Garnen, Stoffen und schließlich Kleidung. Im städtischen Umfeld entstanden sehr spezialisierte Berufszweige rund um die Textilhandwerke, technische Neuerungen brachten die wirtschaftliche Entwicklung weiter voran.

Wir demonstrieren Besuchern verschiedene Schritte der Textilverarbeitung vom Kämmen der Rohwolle über das Spinnen von Flachs und Wolle mit Handspindel und historischem Spindelrad bis zum Nähen von Kleidung.
Daneben stellen wir weitere mittelalterliche Textiltechniken vor, die heute teilweise in Vergessenheit geraten sind.