Nienover – August 2017

Unser August-Besuch in Nienover stand ganz im Zeichen der Haus- und Feldarbeit.

In der Küche und bei der Getreideernte halfen zu damaliger Zeit auch die Kinder bereits mit. Leonie und Yann sind mit 11 und 8 Jahren in einem Alter, in dem sie im 13. Jahrhundert dem reinen Spiel entwachsen und langsam an die Erwachsenenwelt herangeführt werden würden. Spielerisch übernehmen sie erste Aufgaben im Haushalt und fegen, helfen bei der Essensvorbereitung und holen Wasser. In diesem Fall wurde fleißig der Pfannkuchenteig gerührt.

Im August, dem Heumonat, ist das Getreide reif. Besonders Roggen und Gerste wurden in unseren Breiten angebaut.

Der Roggen barg dabei das Risiko, von einem Pilz, dem sogenannten Mutterkorn, befallen zu werden. Dieser löste Vergiftungserscheinungen wie das schmerzhafte Absterben von Fingerspitzen und Zehen aus. Die Ähren werden daher sorgfältig kontrolliert.