Nienover – August 2016

Wollverarbeitung und hohe Kochkunst

Unser zweiter Termin in Nienover bescherte uns herrlichstes Wetter und somit ideale Voraussetzungen, um kiloweise Wolle zu waschen, die später versponnen werden soll. Wir verarbeiten in diesem Jahr Wolle von Waldschafen (weiß) und Milchschafen (braun), die in ihrer Struktur rauher ist als die heute bekannte Merinowolle. Sie gleicht damit den Wollqualitäten, die auch im Mittelalter in unseren Breiten gezüchtet wurden. Die mitteleuropäischen Schafe jener Zeit waren  eher rau- und mischwollig, weil sie gleichzeitig auch als Fleisch- und Milchlieferanten dienten, der Zuchschwerpunkt also nicht ausschließich auf möglichst feiner Wolle lag.

Feinere Wollen gab es ebenso bereits, diese wurden jedoch noch aus England und Spanien importiert, weil das dortige Klima eine gezieltere Züchtung feiner Wollrassen zuließ.

Außerdem haben wir ausgiebig Backofen und Kochstelle im Haus genutzt. An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an Laura, die tapfer trotz Sommerhitze vor dem Feuer ausgeharrt und uns mit Herrlichkeiten wie Griechischen Hühnern, Brot und Flammkuchen, süßen und herzhaften Pasteten verwöhnt hat, sowie an Thomas für das unermütliche Feuerholzhacken :))